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Hunde und Katzen

Bei Hunden und Katzen treten Zahnfleischentzündungen in Kombination mit Plaque- und Zahnsteinanlagerungen am häufigsten auf. Darüber hinaus können bei beiden Tierarten weitere, teils weniger offensichtliche Zahnerkrankungen auftreten, die unterschiedliche Ursachen und Ausprägungen haben und eine gezielte Diagnostik sowie Behandlung erfordern.

Resorptive Läsionen bei Katzen

Zahndefekte kommen bei jeder zweiten Katze ab dem fünften Lebensjahr in Form von resorptiven Läsionen (RL, FORL, Neck lesions) vor. Es handelt sich um eine hochgradig schmerzhafte degenerative Zahnerkrankung, die von der Zahnwurzel ausgeht und somit für das Auge des Betrachters unsichtbar bleibt.

Dabei entstehen Defekte im Zahn, weil körpereigene Zellen aktiviert werden, die die Zahnsubstanz abbauen. Der Resorptionsprozess beginnt meist an der Wurzelzement-Schmelz-Grenze, kann jedoch grundsätzlich an nahezu jedem Punkt des Wurzelzements starten.

Erst wenn die Zahnkrone betroffen ist, werden Veränderungen sichtbar. Zu diesem Zeitpunkt ist der Zahnschmelz bereits unterminiert, häufig begleitet von stark gerötetem Zahnfleisch, das die Defekte teilweise überdeckt.

Die Erkrankung verläuft lange unbemerkt, da Schmerzen im Verborgenen entstehen. Häufig brechen die geschwächten Zähne ab, ohne dass dies von den Tierhalterinnen und Tierhaltern erkannt wird.

Regelmäßiges Dentalröntgen ist daher bei Katzen von entscheidender Bedeutung, da die reine klinische Untersuchung meist erst dann Hinweise liefert, wenn die Erkrankung bereits weit fortgeschritten ist.

Die Ursachen für die Entstehung von FORL sind bislang nicht vollständig geklärt. Diskutiert werden unter anderem virale Erkrankungen, Störungen im Kalziumstoffwechsel, chronische Entzündungen der Maulschleimhaut sowie Autoimmunprozesse.

Katzen sind äußerst geschickt darin, Schmerzen zu verbergen. Selbst ein scheinbar normales Fressverhalten ist kein verlässlicher Hinweis auf Zahngesundheit.

Karies beim Hund

Bei Hunden tritt Karies vergleichsweise selten auf und betrifft lediglich etwa 3–4 % der Tiere. Die Ursachen hierfür sind nicht vollständig geklärt, werden jedoch unter anderem durch Zahnform, Zahnstellung, den basischen Charakter des Speichels sowie eine geringere Zuckeraufnahme beeinflusst.

Karies beim Hund entsteht typischerweise als Fissuren- oder Okklusalkaries und betrifft vor allem Backenzähne mit breiter Kaufläche sowie Zähne mit tiefen Fissuren. Neben der Zahnstruktur spielen Bakterien, Nahrungsreste und Zeit eine entscheidende Rolle bei der Entstehung.

Auf der Zahnoberfläche bilden sich Beläge aus Futterresten und Speichel, in denen sich Bakterien vermehren. Diese bauen Zucker ab und produzieren Säuren, die den Zahn entkalken und die Zahnhartsubstanz zerstören.

Unbehandelte Karies kann zu Entzündungen im Zahninneren, an der Wurzelspitze sowie im Kieferknochen führen. In der Folge können Abszesse entstehen und Zahnkronen abbrechen.

Diagnostik und Behandlung

Durch adäquate Diagnostik, unter anderem in Form von Zahnröntgen mittels spezieller Zahnröntgenfilme, können wir eine sinnvolle Therapie durchführen. Unsere moderne Zahneinheit ermöglicht Zahnsteinentfernung, Extraktionen und kieferorthopädische Behandlungen.

Kaninchen und Nager

Spezialisierung und Erfahrung

Durch regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen im Bereich der Tierzahnheilkunde verfügen wir über fundiertes Spezialwissen zur Diagnostik und Behandlung von Zahnerkrankungen bei Heimtieren.

Besonderheiten der Diagnostik

Bei Kaninchen und Nagern ist die Situation in der Maulhöhle besonders komplex, da nur ein kleiner Teil des Gebisses sichtbar ist. Der überwiegende Anteil liegt im Kieferknochen und kann nur mittels Röntgendiagnostik beurteilt werden.

Therapie

Mithilfe moderner Diagnostik können Gebissanomalien frühzeitig erkannt und gezielt behandelt werden. Ziel ist es, eine funktionelle Zahnstellung wiederherzustellen und Schmerzen zu vermeiden. In schweren Fällen kann auch eine Extraktion notwendig sein.

Unser Leistungsspektrum Zahnheilkunde

Professionelle Zahnreinigung

Supra- und subgingivales Scaling mit anschließender Politur.

Zahnextraktionen

Offene chirurgische Einzelextraktionen sowie Reihenextraktionen.

Zahnröntgen

Spezielle Zahnröntgenverfahren für eine präzise Diagnostik.

Kieferorthopädie

Behandlung von Gebissanomalien zur Wiederherstellung der Funktion.

Zahnsteinprophylaxe

Individuelle Beratung und vorbeugende Maßnahmen zur Zahngesundheit.